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Das Studentenwerk zu Besuch in Rennes

Das Studentenwerk zu Besuch in Rennes

Auch in diesem Jahr führte das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg Anfang Juni den kollegialen und freundschaftlichen Austausch mit dem CROUS in Rennes fort und besuchte die schöne Stadt in der Bretagne. Mit dabei waren auch wieder verschiedenste medienschaffende Studierende der FAU, denen so ein interkultureller Austausch ermöglicht wurde. Deren Nachbericht ist unter weiterlesen zu finden. Der Austausch wird durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) gefördert.


Rennes 2019

Eigentlich war es wie eine Klassenfahrt. Auf der Hinfahrt sind alle noch etwas schüchtern, man kennt vielleicht nur ein paar Einzelne. Wer hat sich denn eigentlich für die Fahrt angemeldet? In den letzten Jahren hat das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg eigentlich immer nur die Campusmedien Funklust zum Austausch mit der Erlanger Partnerstadt Rennes mitgenommen, damit sich in einer deutsch-französischen Radiosendung im C-Lab die beiden Campusmedien austauschen können. Letztlich sagt man aber doch immer „die bunte Mischung macht's", denn dieses Jahr waren auch Mitglieder von ‚V-Das Studentenmagazin', sowie Singersongwriter_innen, die ihr Können bereits bei den Musenhäppchen unter Beweis stellten am Start.

Was haben wir uns gefreut nach der anstrengenden Nachtfahrt endlich in Rennes anzukommen. Während die einen bis tief in die Nacht neue Freundschaften knüpften und kein Auge zu bekamen, gab's dann auch noch das andere Extrem: am Sonntag Abend um 22 Uhr in den Bus einsteigen, am nächsten Tag aufwachen und völlig irritiert feststellen, dass man ja schon in Rennes ist. Endlich am Ziel angekommen – und was macht man, wenn man aus dem Bus steigt als allererstes? Nicht etwa den Bus ausleeren und die Koffer auf die Zimmer bringen. Ganz richtig, es geht erstmal zum Mittagessen. Spätestens beim Blick auf die Mengen an Baguette und die Weinflaschen als Mittagstrunk, ist man sich sicher in Frankreich angekommen zu sein.

Eine Stadtführung durch Rennes, das sich durch eine bunte Mischung aus Fachwerkhäusern und modernen Betonbauten auszeichnet oder ein Ausflug in die Hafenstadt Vannes zeigten uns die Schönheit der französischen Bretagne. Beim Ausflug nach Carnac haben wir herausgefunden wo Obelix seine ganzen Hinkelsteine herhaben muss. Dort befindet sich nämlich ein uraltes Feld mit langen Hinkelsteinreihen, von denen anscheinend nicht einmal die Experten wissen woher die eigentlich kommen. Die Zeit war wie so oft sehr knapp: straffes Programm, denn wir müssen pünktlich beim Essen sein! So hatten wir zwar nur knapp eine Stunde am Strand von Carnac. Ein paar von uns stürzten sich trotzdem in die Fluten, um das Urlaubsfeeling so hoch wie möglich zu halten.

Nun aber zum wohl wichtigsten Part der gesamten Reise: Essen! Nicht etwa nur das typische französische Frühstück mit Croissant, Baguette zu jeder Mahlzeit und ein kompletter Crêpe-Abend in traditioneller bretonischer Art standen auf dem Plan. Welche Leckereien aufgetischt wurden kann man gar nicht mehr exakt aufzählen. Wo sich jedoch alle einig sein mögen: es war sehr lecker, aber unglaublich viel. Die Franzosen haben es wahrscheinlich viel zu gut mit uns gemeint. Mittags und abends ein 3-Gänge Menü serviert zu bekommen ist schon ein wahnsinniger Luxus. Auch wenn die Portionsgrößen teils sehr weit über den Hunger und den Rand unserer Mägen hinausgegangen sind. Man sagt ja „Liebe geht durch den Magen". Essen und eine ordentliche Runde Rotwein, Weißwein oder auch mal gutes fränkisches Bier haben sich auf die deutsch-französische Freundschaft durchaus positiv ausgewirkt.

Ob jeder von uns der französischen Sprache mächtig war? Sicherlich nicht. Wer Französisch in der Schule oder Uni hatten, hat seine Kenntnisse gerne auch einmal aus den Tiefen seines Gehirnes hervorgeholt. Wer die Sprache unserer Gastgeber überhaupt nicht verstand, der hat sich auch mit Englisch, Händen, Füßen und einem netten Lächeln durchschlagen können. Und wenn alle Stricke gerissen sind? Wie gut, dass wir unsere liebe Marie dabei hatten. Wir hätten uns keine bessere Dolmetscherin wünschen können. Auch wenn es vielleicht so gewirkt haben muss, Marie wurde für ihre Arbeit nicht bezahlt. Als Deutsch-Französin hat sie eigentlich nur ein wenig aushelfen wollen.

Wie lautet denn nun eigentlich das Fazit zum Frankreichaustausch mit dem CROUS Rennes? Wir haben viel zu viel erlebt, als dass man alle Eindrücke in einen Text packen könnte. Essen, Wein und spontane Musik Sessions haben zur ein oder anderen deutsch-französischen Freundschaft geführt. Wenn also irgendwann und irgendwo das nächste Mal die Hits von Ikonen wie Abba oder Queen laufen, dann werden sich wahrscheinlich alle Renn(es)fahrer_innen an einen wundervollen Frankreichaustausch zurückerinnern, der durch lautstarkes Karaoke auf den Busfahrten auch als eine Chorfahrt durchgehen könnte.

So schön die Zeit auch war, musste sie ja auch einmal zu Ende gehen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge ging es zurück nach Erlangen, dankbar darüber Teil der lustigen Truppe gewesen sein zu dürfen und in Zeiten der Krisen die deutsch-französische Freundschaft im kleinen Kreis zu stärken.

Wir bedanken uns herzlich beim Studentenwerk Erlangen-Nürnberg für die gesamte Organisation und beim Deutsch-Französischen-Jugendwerk für die finanzielle Förderung des Projekts und freuen uns darauf, unsere französischen Freunde 2020 in Erlangen willkommen zu heißen.

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