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Studentenwerk und VGN unterzeichnen Vertrag

Das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg und die Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH einigen sich auf ein einjährige Pilotphase und einen Rahmenvertrag für eine mögliche Fortsetzung.

Seit 14. April 2015 ist Realität, was nach mehr als zwei Jahrzehnten zähen Ringens um ein Semesterticket für die hiesige Hochschulregion viele kaum noch für möglich gehalten haben: Die Geschäftsführung der VGN GmbH und Studentenwerks-Geschäftsführer Otto de Ponte haben ihre Unterschriften unter einen Semesterticket-Vertrag gesetzt.


Genauer gesagt sogar unter zwei Verträge: einen Einjahresvertrag, der mit konkreten Ticketpreisen die Modalitäten für das Wintersemester 2015/16 und das Sommersemester 2016 regelt sowie einen Rahmenvertrag in dem festgelegt ist, wie es über die Pilotphase hinaus ab dem Winter 2016/17 weitergehen könnte; sollte das Semesterticket erfolgreich sein und weiterhin bestehen bleiben, dann sieht der Rahmenvertrag vor, dass Studentenwerk und VGN in Zukunft neue Semesterticketverträge für jeweils ein Jahr abschließen können, sobald seitens VGN für die betreffenden Semester die Preise für Basis- und Zusatzticket feststehen.

Der Weg bis zum Vertragsschluss war kein leichter, wie Studentenwerks-Geschäftsführer de Ponte betont: „Es gab erheblichen Abstimmungsbedarf, zumal natürlich nicht nur die Interessen der Studierenden und des Studentenwerks sondern auch die der beteiligten Hochschulen gewahrt werden mussten. Dabei sind wir beim VGN nicht immer von vornherein auf das größte Verständnis gestoßen.“

Zugleich verweist er auf die Vorteile der gewählten Doppelstruktur mit Rahmen- und Einjahresvertrag: „So besteht die Chance, dass die Studierenden gegebenenfalls im Rahmen einer neuerlichen Urabstimmung die Attraktivität des Gesamtangebots angesichts steigender Preise noch einmal neu bewerten und über eine Fortführung des Semestertickets beschließen können.“

Die Vertragsunterzeichnung stellt einen bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zur Einführung des Semestertickets dar, jedoch sind dafür in der nächsten Zeit noch weitere Schritte erforderlich. Bis das Ticket endgültig in trockenen Tüchern ist bedarf es u.a. noch der Zustimmung verschiedener Aufsichtsbehörden, darunter das Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr; die Kommunen, die die Startphase finanziell absichern, müssen mit dem VGN ebenfalls einen Vertrag schließen, der Verwaltungsrat des Studentenwerks muss die Beitragssatzung beschließen und das Studentenwerk muss mit den teilnehmenden Hochschulen die Modalitäten vertraglich fixieren. „Hier erwarten wir aber keine Überraschungen, zumal wir uns mit den Hochschulen laufend eng abstimmen“ zeigt sich de Ponte optimistisch.

Zum Start im Herbst steht die Teilnahme der Friedrich-Alexander-Universität und der Technischen Hochschule Nürnberg fest, deren Beteiligung laut Vertrag unabdingbare Voraussetzung für das Semesterticket ist. Darüber hinaus sieht der Vertrag mit der Evangelischen Hochschule, der Hochschule für Musik und der Akademie der Bildenden Künste für drei weitere Nürnberger Hochschulen eine Beitrittsmöglichkeit vor, sofern jeweils die Hochschulleitung und die Studierenden dies wünschen.

Hier finden Sie den Jahresvertrag (Anlagen) und den Rahmenvertrag online (als PDF-Dokumente).

Mit der Evangelischen Hochschule Nürnberg laufen derzeit Bemühungen, das Semesterticket so bald wie möglich, möglichst aber noch zum Wintersemester 2015/16, einzuführen.

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