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Wir arbeiten nach ökologischen und sozialverträglichen Grundsätzen und fordern dies auch von unseren Lieferanten. Nachhaltigkeit, Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz und Regionalbezug sind für uns wichtige Vorgaben beim Einkauf und beim Umgang mit Lebensmitteln.

 

 

Bio - Das Studentenwerk ist zertifiziert!

Bio-Siegel


Häufig gestellte Fragen:

Was bedeutet ökologischer Landbau?
Was spricht für die Verwendung von Bio-Produkten?
Wie werden Bio-Produkte kontrolliert?
Wie erkenne ich Bio-Lebensmittel?
Woher kommen die Bio-Produkte in unserern Mensen?
Was ist anders bei der Tierhaltung auf einem Bio-Hof?
Woran erkenne ich, welche Produkte in unserer Mensa in Bio-Qualität angeboten werden?
Wo kann ich privat Bio-Lebensmittel einkaufen?

 

Allgemeines

Seit dem 27.10.2006 ist das Studentenwerk Bio-zertifiziert und darf Speisen in Bio-Qualität anbieten. Die Zertifizierung ist notwendig, da die Begriffe „Bio“ und „Öko“ gesetzlich ge-schützt sind. Der Gesetzgeber will sichergehen, dass das was als „Bio“ verkauft wird, auch tatsächlich „Bio“ ist. Dadurch werden Verbraucher geschützt und dem Markt wird Transpa-renz verliehen. Für das Studentenwerk bedeutet das strenge Kontrollen und Vorgaben in der gesamten Produktionskette der Speisen.

Bio- bzw. Öko-Produkte sind heute eine selbstverständliche Ergänzung im Lebensmittelan-gebot und mehr als ein kurzfristiger Trend. In Bezug auf Qualität und Geschmack haben sie einiges zu bieten. Außerdem steht bei ökologisch erzeugten Lebensmitteln der Umwelt-schutz im Vordergrund und es wird auf Gentechnik verzichtet. Das Studentenwerk ist stets bemüht Trends aufzugreifen und umzusetzen und ist deshalb diesen Schritt gegangen. So kann es Studenten die bewusst leben möchten die Möglichkeit bieten zwischen konventio-nellen und Bio-Gerichten zu wählen.

Fürs erste werden die Bio-Speisen in Erlangen (Südmensa), Nürnberg (Insel Schütt) und Eichstätt angeboten. Drei mal die Woche (Dienstag bis Donnerstag) wird eine Hauptkomponente plus Beilage auf dem Speiseplan stehen. Dies ist als Testphase zu sehen, um einen Eindruck zu erhalten, wie die Bio-Speisen bei den Studenten ankommen. Bei entsprechen-der Nachfrage besteht die Bereitschaft, das Angebot in jeglicher Form auszubauen!

Dies sollten sie auch noch wissen:

Die Verfügbarkeit von Bio-Lebensmitteln in der gewünschten Menge und Qualität ist oft nicht gewährleistet, deshalb muss auf saisonale Produkte zurückgegriffen werden. Dadurch wird die Vielfalt im Vergleich zu konventionellen Lebensmitteln eingeschränkt und folglich kann weniger Abwechslung geboten werden. Außerdem sind Bio-Produkte bzw. Bio-Speisen meistens teurer als konventionelle. Dies ergibt sich aus erschwerten Bedingungen von Her-stellung bis Verarbeitung.
Mögliche Gründe für höhere Preise:

  • Niedrigere Erträge, da keine mineralischen Stickstoffdünger eingesetzt werden
  • Hohes Anbaurisiko, da keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel (bspw. bei Schädlingsbefall) eingesetzt werden
  • Erhöhter Arbeitsaufwand (Personalkosten), da Unkraut und Schädlinge mit mechani-schen Mitteln bekämpft werden müssen
  • Relativ kleiner Markt, Vermarktung und Vertrieb kleinerer Warenmengen erzeugt an-teilig höhere Kosten
  • Verarbeitete Lebensmittel erhalten weniger Zusatzstoffe, natürliche Zusatzstoffe und Aromen sind teurer
  • Personalaufwand bei Zubereitung von Bio-Speisen größer

 

Was bedeutet ökologischer Landbau?

Ökologischer Landbau ist eine ganzheitliche moderne Form der Landwirtschaft. Neben der Erzeugung von hochwertigen Lebensmitteln steht der Umwelt-, Natur- und Tierschutz im Vordergrund. Die wichtigsten Konsequenzen: Verzicht auf Gentechnik, Tiermehl, Antibiotika und Masthilfsmittel im Futter sowie chemisch-synthetische Düngung. Dafür eine vielseitige Fruchtfolge auf den Feldern für einen gesunden Boden und eine nachhaltige Bodenfruchtbarkeit.

Was spricht für die Verwendung von Bio-Produkten?

Vielen Verbrauchern schmecken Bio-Produkte einfach. Bio-Produkte sind außerdem gut für die gesamte Umwelt: Weniger CO2 – ein Beitrag zum Klimaschutz, weniger Nitrat- und Pesti-zidrückstände im Trinkwasser – ein Beitrag zum Wasserschutz. Untersuchungen zeigen, dass Bio-Produkte in der Regel mehr Inhaltsstoffe und weniger Rückstände aufweisen.

Wie werden Bio-Produkte kontrolliert?

Erzeugung, Herstellung und Verkauf von Bio-Lebensmitteln sind gesetzlich streng geregelt. Der Weg vom Landwirt zur Laden- und Küchentheke lässt sich lückenlos verfolgen. Jeder Bio-Betrieb, ob Erzeuger oder Verarbeiter, wird mindestens einmal pro Jahr kontrolliert. Her-steller müssen alle Rezepturen für die Kontrolle offen legen. Verstößt ein Betrieb gegen die Auflagen, drohen Sanktionen. Darüber hinaus werden auch unangemeldete Stickprobenkon-trollen durchgeführt.

Wie erkenne ich Bio-Lebensmittel?

Wo Bio drauf steht, ist auch Bio drin. Sie erkennen die Produkte an den gesetzlich geschütz-ten Begriffen „biologisch“, „ökologisch“, „kontrolliert-biologisch“, „kontrolliert-ökologisch“. Von allen anderen Wortbildungen sollte man sich nicht täuschen lassen. Verschiedene Zeichen ökologischer Anbauverbände aus Deutschland (Biokreis, Bioland, Biopark, Demeter, Ecovin, Gäa, Naturland und Ecoland) sowie das bundeseinheitliche Bio-Siegel weisen eindeutig auf ökologische Produkte hin. Inzwischen haben viele Supermarktketten eigene Bio-Zeichen (zum Beispiel Wertkost bei Edeka, Füllhorn bei der REWE Handelgruppe). In jedem Fall muss auf Bio-Produkte eine Kontrollstellennummer (z. B. DE-002-Kontrollstelle) angegeben sein.

Woher kommen die Bio-Produkte in unserern Mensen?

Die meisten Bio-Produkte werden in Deutschland und anderen Ländern der Europäischen Union erzeugt und von Erzeugergemeinschaften wie den Naturland Marktgemeinschaften vermarktet. Bio-Lebensmittel werden weltweit erzeugt und nach Deutschland importiert. Mit der International Federation of Organic Agriculture Movements (IFOAM) gibt es einen welt-weiten Dachverband, in dem sich Bio-Verbände von Australien über Israel, Deutschland bis zu den USA zusammengeschlossen haben.

Was ist anders bei der Tierhaltung auf einem Bio-Hof?

Ein ökologisch wirtschaftender Landwirt hält nur so viele Tiere, wie er mit dem Ertrag von seinen eigenen Flächen ernähren kann. Und außerdem bedeutet Bio auch artgerechtes Fut-ter: z.B. Weidegras, Heu und Silage für Rinder. Medikamente werden nicht prophylaktisch gegeben und Masthilfsmittel sind nicht erlaubt.

Woran erkenne ich, welche Produkte in unserer Mensa in Bio-Qualität angeboten werden?

Bio-Komponenten und Bio-Gerichte werden auf dem Speiseplan oder an der Essensausgabe kenntlich gemacht.

Wo kann ich privat Bio-Lebensmittel einkaufen?

Inzwischen kann man Bio-Produkte fast überall einkaufen. In den Supermärkten gibt es Bio-Produkte unter Eigenmarken wie Füllhorn oder Naturkind. Es gibt auch Supermärkte, die ausschließlich Bio-Produkte anbieten, z. B. BASIC – der frische Bio-Supermarkt und Trau-del’s Naturkost in Nürnberg, Ökomarkt Erlangen und BioFrisch – Der Bioladen in Erlangen oder Forsters Bioladen in Buxheim bei Eichstätt. Ansonsten sind Bio-Produkte in Reform-häusern und Naturkostläden erhältlich, bei den Bio-Bauern auf Wochenmärkten, direkt ab Hof, als Abo-Kiste und auch über den Versandhandel. Eine Liste aller Stellen, an denen man Bio-Produkte kaufen kann, gibt es unter www.bund-naturschutz.de.

MSC - Zertifizierter Fischfang

MSC-Logo

Nach Umweltsiegel, Bio-Zertifizierung als nächstes Ziel Stärkung des nachhaltigen Fischfangs

Seit 2010 ist das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg MSC-zertifiziert und bietet Fischgerichte aus nachhaltiger Fischerei an.

Bei nachhaltiger Fischerei wird nur so viel Fisch aus dem Meer entnommen, wie auch wieder nachwachsen kann. Den Beständen wird somit die Möglichkeit gegeben, sich immer wieder zu erholen. Durch dieses Vorgehen werden einerseits die Ökosysteme geschont, aber auch die Fischerei wird vor starken Schwankungen und unkontrollierbaren Risiken bewahrt.

Die Zertifizierung durch das Marine Stewardship Council (MSC) fordert die Einhaltung folgender drei Grundsätze:

  1. Die Fischerei sollte so gestaltet sein, dass es nicht zur Überfischung kommen kann. Sollte ein Bestand überfischt sein, muss ein Wiederaufbauprogramm gestartet werden.
  2. Fischereiaktivitäten müssen so ausgeführt werden, dass sie die Struktur, Produktivität, Funktionsfähigkeit und Diversität von Ökosystemen, von denen die Fischerei abhängt, nicht gefährden.
  3. Die Fischerei muss Teil eines effektiven Managements sein, welches lokale, nationale und internationale Abkommen und Standards respektiert. Es müssen institutionelle Rahmenbedingungen geschaffen worden sein, die eine verantwortungsbewusste und nachhaltige Fischerei zulassen.

(weitere Informationen finden Sie unter http://de.msc.org/ )

Zusammen mit unseren Lieferanten bieten wir einige der angebotenen Fische aus kontrolliertem und mit dem MSC-Siegel versehenen Fischfang an. Wenn die Resonanz bei unseren Gästen gut ist (der Fisch ist im Einkauf um 15-20% teurer), werden wir das Angebot nach und nach ausweiten. Dabei werden wir alles tun, um den höheren Preis soweit als möglich zu kompensieren, und den Fisch weiterhin günstig anbieten zu können

Bei uns ist das Essen nicht nur lecker und gesund – ebenso wichtig sind uns Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit.

Umweltsiegel - Mitglied im Umweltpakt Bayern

Das Studentenwerk bemüht sich seit 1999 in allen Bereichen intensiv um Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Nach bereits zwei Silber- und einem Goldsiegel (zuletzt 2005), konnte erneut Anfang 2010 das Umweltsiegel in Gold für besonders umweltbewusstes Handeln in Empfang genommen werden.

Das Bayerische Umweltsiegel ist ein staatlich getragenes offizielles Umweltzeichen für Gastgewerbebetriebe, das seit 1997 vom den bayerischen Ministerien für Wirtschaft und Umwelt gemeinsam verliehen und unterzeichnet wird.

Bayerisches Umweltsiegel für das Gastgewerbe

Umweltsiegel in Gold Das goldene Umweltsiegel behält für drei Jahre seine Gültigkeit.

Wofür diese Ehrung, was tun wir dazu? Vor allem geht es um Abfallvermeidung:

  • Die Einweggeschirrteile wurden abgeschafft und stattdessen findet nun Mehrweggeschirr Verwendung. Warmgetränke werden in Porzellanbechern abgegeben, Kaltgetränke in Kunststoffbechern oder Pfandflaschen.
  • Soweit es aus hygienischen Gründen vertretbar war, wurden portionierte Speisen wie z.B. Wurst, Käse, Senf, Mayonnaise, Ketchup, Quark usw. gegen den Verkauf in loser Form getauscht. Durch diese Maßnahme konnte das Abfallvolumen deutlich reduziert werden.
  • Die Lieferung von Gemüse, Obst, Fisch-, Fleisch- und Gebäckteilen wurde von Einwegtransportverpackungen auf Mehrwegbehältnisse umgestellt. Auch hier konnte das Abfallvolumen deutlich reduziert werden.
  • Restliche Abfälle, Speisereste und Verkaufsverpackungen werden getrennt gesammelt und an das Duale System Deutschland oder den Lieferanten zur stofflichen Wiederverarbeitung übergeben.
  • Organische Abfälle, Speisereste und Altfette werden durch eine Fachfirma entsorgt und entsprechend den hygienischen Vorschriften verarbeitet.
  • Ausschließlicher Einsatz von Recyclingpapier, z.B. bei Toilettenpapier, Servietten, Küchenrollen, Tageskarten, Büropapier und Briefumschlägen.
  • Einsparmöglichkeiten bei Energie wurden durch eine Energieoptimierungsanlage realisiert, alle Räume haben eine automatische Temperaturregelung.
  • Wasserführende Armaturen sind mit Perlatoren ausgestattet.
  • In allen produzierenden Mensen sind Fettabscheider installiert, anfallende Altfette werden gesammelt und separat entsorgt.
  • Reinigungsmittel sind auf umweltverträgliche und biologisch abbaubare Produkte umgestellt.

Auch der Einkauf der Lebensmittel erfolgt unter ökologischen Gesichtspunkten:

  • Beim Einkauf von Lebensmitteln werden ausschließlich Eier von freilaufenden Hühnern verwendet.
  • Einsatz von "Transfair" gehandeltem Tee und Kaffee.
  • Vollwertkomponenten aus kontrolliertem Anbau.
  • Beziehen von Frischwaren, wie z.B. Milch, Obst, Gemüse, Fleisch, Brot und Backwaren überwiegend aus regionalem Anbau, bzw. von regionalen Lieferanten.

Wir freuen uns sehr über die erneute Auszeichnung und werden alles daran setzen, auch in Zukunft so umweltfreundlich wie möglich zu arbeiten.

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