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KraKadU I, Hofmannstr. 25, 91052 Erlangen

KraKadU II, Henkestr. 35, 91054 Erlangen

Pädagogik | Öffnungs- und Buchungszeiten | Kosten | Teams

KraKadU I und II sind zwei Kinderkrippen in zentraler Lage in Erlangen mit jeweils 12 Ganztagsbetreuungsplätzen für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren.

Kinder von Studierenden werden bevorzugt und zu günstigeren Konditionen aufgenommen.

Pädagogisches Konzept

Gesetzliche Grundlagen

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) im achten Sozialgesetzbuch, hier besonders: § 22, § 22a, § 24, § 9 und § 8a, das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG), sowie der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen (BEP) bilden die gesetzliche Grundlage für unsere Kinderbetreuungsstätten.

Pädagogische Ansätze

In der pädagogischen Arbeit verfolgen wir einen situationsorientierten Ansatz: Der Fokus des erzieherischen Handelns liegt auf der Situation in der Gruppe. Das pädagogische Personal achtet gezielt auf Signale der Kinder und geht auf deren Fragen und Interessen ein. Jedes einzelne Kind wird mit seinen individuellen Bedürfnissen und Wünschen angenommen.

Dabei wird die aktive Förderung sozialer und persönlicher Kompetenzen, durch themenbezogene Förderung in verschiedenen Bereichen, unterstützt. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir den Übergangsphasen, wenn das Kind in die Krippe kommt oder die Krippe wieder verlässt.

Grundidee

Wir orientieren uns an den Stärken der Kinder und knüpfen daran an. So erkennen und fördern wir auch in diesem Alter schon besondere Vorlieben, Fähigkeiten und Kompetenzen.

Durch die Alters- und Geschlechtermischung in unseren Gruppen machen die Kinder automatisch Erfahrungen, die sie für ihre eigene Identitätsentwicklung brauchen.

Wir verhalten uns Kindern und Eltern gegenüber wertschätzend und offen und helfen neuen Gruppenmitgliedern bei der Integration in die Gruppe und Einrichtung.

Beim Spiel der Kinder sind wir Beobachter und entwickeln aus den Interessen, die in der Gruppe vorhanden sind, zusammen mit den Kindern Projekte.

Erziehungspartnerschaft mit den Eltern

Ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags ist die Elternarbeit. Für die positive Entwicklung des Kindes ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischem Personal Grundvoraussetzung. Diese Zusammenarbeit ist geprägt von Vertrauen, gegenseitigem Verständnis, Toleranz, Offenheit und Kooperationsbereitschaft.

Elterngespräche sind ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Neben sogenannten Tür- und Angelgesprächen finden Entwicklungsgespräche, nach Terminvereinbarung mit den Eltern, statt. Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit individuelle Gespräche kurzfristig, nach Voranmeldung, zu führen. Auch Elternabende werden regelmäßig durchgeführt.

Allgemeine Informationen, Termine über anstehende Veranstaltungen, etc. finden die Eltern an unseren Pinnwänden.

Übergangsphasen

Wir unterstützen und begleiten Kinder und Eltern während der Eingewöhnungsphase. 

Der Übergang aus der Familie in eine neue Betreuungssituation stellt für ein Kind und seine Eltern eine Herausforderung dar. Das Kind wird sich an eine andere Umgebung gewöhnen und Beziehungen zu ihm noch fremden Personen aufbauen. Es erlebt einen neuen Tagesablauf und eine täglich mehrstündige Trennung von den Eltern. Die Eingewöhnung ist eine große Anpassungsleistung für das Kind, aber auch die Eltern müssen sich auf die neue Situation einstellen.

Das pädagogische Personal sorgt dafür, dass dieser Wechsel für die Kinder und auch die Eltern so harmonisch wie möglich verläuft.

Um den Wechsel in den Kindergarten gut vorzubereiten, bieten wir Gespräche an, in denen wesentliche Punkte thematisiert werden, die zukünftig auf sie zukommen z.B. größere Gruppen, weniger Zeit fürs einzelne Kind und eine andere Rolle in der Gruppe, aber auch, was sich für die Eltern ändert. Wir machen eine Abschiedsfeier, bei der die Kinder ein kleines Geschenk und ihr persönliches „Krippenalbum“ bekommen.

Gesundheit

Gesundheit definiert sich als körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden der Kinder. Sie sollen lernen, für ihren Körper selbst Verantwortung zu übernehmen. Wir bestärken sie deswegen darin, auch nein zu sagen.

Für eine gesunde psychische und körperliche Entwicklung sind Ruhepausen notwendig, daher gehen alle Kinder gemeinsam zum Mittagsschlaf.

Wir achten auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Beim Essen ist es uns wichtig, dass wir den Kindern genug Zeit lassen, um genussvoll essen zu können.

Über die direkte Arbeit mit den Kindern hinaus bieten wir auch Elterngespräche über die Entwicklung der Kinder an.

Zudem hat das gesamte Personal Erste-Hilfe-Kurse für Kleinkinder belegt, welche alle zwei Jahre aufgefrischt werden.

Themenbezogene Förderung

In der themenbezogenen Förderung der Kinder versuchen wir ihnen Wissen und Fähigkeiten zu bestimmten Themen zu vermitteln. Dies geschieht spielerisch und dem Alter der Kinder angemessen.

Wir fördern Ansätze von Empathie und Hilfsbereitschaft genauso wie Selbstbehauptung und die Fähigkeit, Konflikte zu lösen. Hier sind Gespräche, Spiele und Rollenspiel hilfreich.

Wir fördern die kindliche Sprachentwicklung durch ein vielfältiges Angebot an Büchern und das sprachliche Begleiten der Tätigkeiten wie auch durch klares und deutliches Sprechen, Fingerspiele und Reime. Ebenso findet die Sprachförderung durch gemeinsames Singen statt.

Medienerziehung findet bei uns statt.

Mathematische Inhalte vermitteln den Kindern die Erfahrung von Beständigkeit, Verlässlichkeit und Wiederholbarkeit. Wir fördern das mathematische Denken, z.B. beim Eindecken des Mittagstisches mit Tellern, genau wie den spielerischen und kindgerechten Umgang mit Musik und Kunst.

In der heutigen Zeit ist es wichtig, die Umwelt als unersetzlich, verletzbar und schützenswert wahrzunehmen. Dabei regt das Sammeln und der Umgang mit Naturmaterialien Phantasie und Kreativität in hohem Maße an. Eine weitere Möglichkeit bietet uns z.B. das Zubereiten von Tee, Obstsalat und Gemüse.

Die musikalische Bildung und Förderung hat einen besonderen Stellenwert in unserem Krippenalltag. Musikhören beeinflusst unseren ganzen Organismus positiv und führt zu Ausgeglichenheit. Sie hat auch positive Effekte auf Lernverhalten und Intelligenz. Musik macht klug und gemeinsames Musizieren stärkt die soziale Kompetenz. Deshalb legen wir im täglichen Ablauf Wert darauf, dass die Kinder Musik aktiv erleben, z.B. durch das gemeinsame Singen aus Liederbüchern. Einmal pro Woche unterstützt uns dabei eine musikpädagogische Fachkraft in einer dreißigminütigen Musikstunde.

Neben diesen spezifischen Lernangeboten geschieht das alltägliche Wachsen an Dingen des Lebens natürlich „nebenher“. Z. B. die Zubereitung von Mahlzeiten, das Ein- und Ausräumen der Spülmaschine, sind zentrale pädagogische Momente.

Freispiel

Krippenbesuch heißt für viele Kinder erste und prägende Gruppenerfahrungen zu machen. Deshalb ist die qualifizierte Begleitung und Hilfestellung durch das pädagogische Personal von besonderer Bedeutung.

Das Freispiel stellt in unserer Arbeit den absoluten Schwerpunkt dar. Für die Kinder ist das Freispiel von besonderer Bedeutung, da sie sich hier in allen Bereichen frei entfalten und entwickeln können. Im Freispiel suchen sich die Kinder ihr Spielmaterial und ihre Spielpartner selbst aus. Sie bestimmen Ort, Verlauf und Dauer des Spiels. Aufgabe des pädagogischen Personals ist es hierbei, die Kinder zu beobachten, Anregungen zu geben, bei Konflikten gezielt einzugreifen, einen Überblick über das Gruppengeschehen zu haben und sich Zeit für einzelne Kinder zu nehmen. 

Entwickeln und Fördern

Wir akzeptieren und respektieren die Kinder so wie sie sind und stärken ihr Selbstwertgefühl durch Lob und Anerkennung.

Wichtig ist uns die Förderung persönlicher und sozialer Kompetenzen.

Soziales Lernen findet bei uns immer statt. Die Kinder lernen, miteinander zu spielen und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Auch die gemeinsamen Ausflüge oder das gemeinsame Feiern von Festen, wie Geburtstagen oder Weihnachten unterstützt dies.

Die Kinder können vieles ausprobieren und lernen so, wo ihre Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen, liegen. Sie dürfen selbst bestimmen, was sie im Rahmen des Tagesablaufs und der nötigen Grenzen wie tun und wann. Um ihnen dabei die nötige Sicherheit zu geben, gibt es bestimmte Rituale wie z. B. die morgendliche Begrüßung oder verschiedene Fingerspiele vor dem Essen.

Wir legen Wert auf eine gewisse Esskultur am Tisch. D. h., dass wir den Tisch gemeinsam mit den Kindern liebevoll dekorieren und eindecken.

Partizipation

Partizipation ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Wir beteiligen die Kinder an Entscheidungen, die ihr Leben und das Leben in der Krippengemeinschaft betreffen. Grundlage hierfür ist § 8 SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz), das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG) und die UN-Kinderrechtskonvention Art. 12.

Konkret bedeutet dies im Alltag, dass die Kinder je nach Situation und Stimmung entscheiden, ob und in welchem Umfang sie an Kleingruppenarbeit oder Einzelförderung teilnehmen oder in Spielgruppen eigene Erfahrungen sammeln möchten.

Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Entwicklung

Die Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung, des Verhaltens und Lernens der Kinder bildet eine wesentliche Grundlage unserer Arbeit.

Wir gestalten für jedes Kind ein personalisiertes „Krippenalbum“. Hier können Fotos, zum Teil vom Kind Selbstgestaltetes und in jedem Fall individuelle Entwicklungsverläufe verschiedener Phasen, in Form eines Briefes an das Kind, enthalten sein. Dazu werden regelmäßig vom pädagogischen Personal schriftliche Aufzeichnungen angefertigt. Beim Verlassen der Krippe erhält jede Familie dieses Album und ein kleines persönlich gestaltetes Geschenk zur Erinnerung an die Zeit in KraKadU.

Kinderschutz

Der Gesetzgeber hat den Schutzauftrag von Kinderbetreuungsstätten definiert (§ 8a SGB VIII). Er betont die Verantwortung für das Wohl der Kinder und definiert, wie die Einrichtung im engen Kontakt mit den Eltern dieser Verantwortung gerecht werden kann. Unser Ziel ist es, auch in Krisensituationen den Elternkontakt aufrecht zu erhalten und so zu gestalten, dass das Wohl des Kindes immer im Mittelpunkt steht.

Elternbefragung

Unsere Arbeit können die Eltern in der jährlichen Elternbefragung am Ende eines Krippenjahrs bewerten. Die Befragung erfolgt anonym, das Ausfüllen des Fragebogens ist freiwillig.  Das Ergebnis der Elternbefragung gibt uns die Möglichkeit die pädagogische Arbeit zu prüfen, evtl. Anpassungen vorzunehmen und Vorschläge und Ideen der Eltern aufzunehmen.

Projekte

KraKadU I und KraKadU II nehmen an der pädagogischen Qualitätsbegleitung in Kindertageseinrichtungen (PQB) der Stadt Erlangen teil.

KraKadU II nimmt am Projekt des LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.) "ÖkoKids - KindertageseinRICHTUNG NACHHALTIGKEIT" teil. Es werden z.B. Insektenhotels gebaut und weitere Aktionen zur nachhaltigen Entwicklung durchgeführt.

KraKadU I nimmt am Bundesprogramm „KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“ teil. Die Teilnahme am Programm wurde für die Zeit vom 01.01.2017 bis einschl. 31.12.2018 bewillig.

Tagesablauf

In beiden Kinderkrippen ist es uns wichtig, dass ein fester Rahmen für die Kinder besteht. Dieser gibt Sicherheit und schafft Raum und Gelegenheit für unterschiedliche Beschäftigungsmöglichkeiten.

Der nachfolgend dargestellte Tagesablauf beschreibt, wie ein typischer Tag in einer unserer beiden KraKadU-Krippen aussehen könnte.

Ankommen / Freispielzeit

Die Kinder werden bis spätestens 10:00 Uhr gebracht und verbringen die Zeit bis zum gemeinsamen Frühstück in der Regel mit freiem Spiel. Manche Kinder helfen in dieser Zeit auch gerne beim Vorbereiten des Frühstücks oder beteiligen sich bei anderen Arbeiten.

Frühstück

ca. 9:00 - 9:30 Uhr: Hier kommen alle Kinder zusammen, um gemeinsam zu frühstücken.

Freispiel / Angebote

ab ca. 9:30 Uhr. Nach dem Frühstück gehen wir nach Möglichkeit in den Garten, machen einen Ausflug im Bollerwagen oder beschäftigen uns in den Gruppenräumen.

Mittagessen

ca. 11:30 Uhr. Alle Kinder essen in der Krippe zu Mittag. Das Essen wird von einem Bio-Caterer geliefert.

Mittagsschlaf

ab ca. 12:00 - 14:00 Uhr. Gemeinsamer Mittagsschlaf.

Nachmittagssnack / Freispiel

ab ca. 14:30. Wenn alle Kinder wach sind, nehmen wir gemeinsam einen kleinen Snack zu uns. Anschließend gehen wir noch einmal in den Garten oder spielen drinnen.

Vor den jeweiligen Mahlzeiten finden feste Rituale statt, wie Fingerspiele etc. 

Auch Geburtstage und Abschiedsfeiern werden in unseren Tagesablauf integriert.

Öffnungs- und Buchungszeiten

Die Einrichtungen haben von Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet.

In unserer Kinderkrippe KraKadU I stehen nach Bedarf flexible Öffnungszeiten in der Zeit von 7.00 bis 19.00 Uhr zur Verfügung.

Die Eltern können individuelle tägliche Buchungszeiten für ihr Kind festlegen. Dabei stehen folgende Modelle zur Verfügung:

4 - 5 Stunden
5 - 6 Stunden
6 - 7 Stunden
7 - 8 Stunden
8 - 9 Stunden (nur KraKadU I)
9 - 10 Stunden (nur KraKadU I)

Die Kernzeit liegt zwischen 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr.

Die gebuchte Stundenzahl darf im Wochendurchschnitt nicht überschritten werden. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit die Buchungszeit bei Bedarf monatlich (mit min. zweiwöchigen Vorlauf) anzupassen.

Kosten

Die monatlichen Betreuungskosten für Studierende richten sich nach der gewählten Buchungszeit und betragen:

4 - 5 Stunden                 146,- €
5 - 6 Stunden                 166,- €
6 - 7 Stunden                 186,- €
7 - 8 Stunden                 206,- €
8 - 9 Stunden                 226,- € (nur KraKadU I)
9 - 10 Stunden               246,- € (nur KraKadU I)

An weiteren Kosten kommt jeweils ein monatliches Entgelt für Windeln, Frühstück und Mittagessen hinzu.

Teams

Eine vertrauensvolle Teamsituation ist die Basis für eine pädagogisch fundierte und fachlich kompetente Arbeit. Um dies zu gewährleisten finden in regelmäßigen Abständen gemeinsame Teamsitzungen statt. Hier wird die pädagogische Arbeit reflektiert, Anstehendes geplant und Organisatorisches besprochen.

Des Weiteren ist uns eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung des Personals wichtig. Alle Teammitglieder haben die Möglichkeit, zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen, sich regelmäßig fort- bzw. weiterzubilden.

Zwischen dem Träger der Kinderkrippen und dem pädagogischen Personal findet ein regelmäßiger und intensiver Austausch statt. Dies garantiert ein rasches und situationsorientiertes Handeln zum Wohl der Kinder.

KraKadU I

Anette Schwab, Erzieherin, Leitung der Krippe
Kathrin Schäder, Erzieherin (Teilzeit)
Renate Rückel, Kinderpflegerin
Nadine Schönweitz, Bundesfreiwilligendienst
Manuela Heise, Hauswirtschaftliche Kraft

KraKadU II

Johanna Wilfer, Erzieherin, Leitung der Krippe (Teilzeit)
Kathrin Schäder, Erzieherin (Teilzeit)
Marcio Buboltz, Kinderpfleger (Teizeit)
Dorothea Seidel, Kinderpflegerin (Teilzeit)
Kristina Imamura, Freiwilliges Soziales Jahr
Manuela Heise, Hauswirtschaftliche Kraft

 

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