Das Studierendenwerk Erlangen-Nürnberg setzt den Ausbau seines Wohnplatzangebots in großem Umfang fort und investiert an mehreren Standorten weiter in bezahlbaren studentischen Wohnraum. Mit drei großen Projekten in Ingolstadt, Nürnberg und Neuburg an der Donau entstehen aktuell insgesamt knapp 600 neue Wohnplätze für Studierende.
Das neue Wohnheim Lutz21 in Ingolstadt wurde Ende März feierlich eröffnet und wird derzeit bezogen. Mit seinen 231 Wohnplätzen ist es das größte öffentlich geförderte Wohnheim in Ingolstadt. Zusammen mit den bestehenden Wohnheimen und in der Münzbergstraße, Beckerstraße sowie den beiden Häusern in der Hildegard-Knef-Straße bietet das Studierendenwerk Erlangen-Nürnberg in der Donaustadt insgesamt 432 Wohnplätze an, darunter 372 öffentlich geförderten 60 aus Eigenmitteln finanzierte. Damit ist das Studierendenwerk der größte Anbieter öffentlich geförderten Wohnraums für Studierende in Ingolstadt. „Bei der Planung des Bauwerks haben wir großen Wert auf Nachhaltigkeit gelegt“, so der Geschäftsführer des Studierendenwerks Erlangen-Nürnberg Mathias M. Meyer, „Das Flachdach ist als Warmdachkonstruktion mit extensiver Begrünung ausgeführt und mit einer Photovoltaikanlage versehen. Die Wärmeerzeugung erfolgt über einen Fernwärmeanschluss im Erdgeschoss und die Apartments sind mit Fußbodenheizung ausgestattet.“
In der Nürnberger Avenariusstraße entsteht derzeit Bayerns größte in Modulbauweise errichtete studentische Wohnanlage. Studierendenwerksgeschäftsführer Meyer: „Im Bereich der öffentlich geförderten Studierendenwohnheime ist unser Projekt das erste dieser Größenordnung überhaupt in Modulbauweise und zugleich das erste, das aus langlebigen Betonfertigmodulen errichtet wird.“ Die Produktion der vorgefertigten Module begann bereits im September 2025, die Montage der ersten Module startete Ende März 2026. Zum Sommersemester 2027 sollen die 341 modernen Wohnplätze in Innenstadtnähe bezugsfertig sein. Jedes Modul wiegt rund 30 Tonnen und bietet gut 20 m² Wohnfläche einschließlich Küchenzeile und Nasszelle mit Waschbecken, Toilette und Dusche. Pro Tag werden in der Regel zehn Module angeliefert und sofort montiert. „So wird innerhalb rund einer Woche eines der fünf Häuser aus Modulen zusammengesetzt“, erläutert der Leiter der Bauabteilung des Studierendenwerks, Daniel Mebert und ergänzt: „Auch hier setzen wir auf Nachhaltigkeit. Neben begrünten Fassaden und Dächern, einer Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie einer großen Photovoltaikanlage mit Speicher für den Allgemeinstrombedarf pflanzen wir auf dem Gelände so viele Bäume wie möglich.“
In Neuburg an der Donau können Studierende bereits seit Dezember 2025 in ein kernsaniertes und zum Wohnheim umgebautes Haus einziehen. Auf dem Gelände der ehemaligen Lasigny-Kaserne bietet das Studierendenwerk Erlangen-Nürnberg direkt am Nachhaltigkeitscampus der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) 27 Wohnplätze. Das generalsanierte, denkmalgeschützte Gebäude besitzt 21 Einzelapartments sowie drei Zweier-Wohngemeinschaften.
Mit Blick auf alle aktuellen Bauprojekte des Studierendenwerks Erlangen-Nürnberg dankt Mathias M. Meyer dem Freistaat Bayern, verbunden mit einem Appell: „Wir haben im Jahr 2025 rund 65 Millionen Euro in unsere Bauprojekte im Bereich studentisches Wohnen gesteckt. Ohne die substantielle finanzielle Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr könnten wir diese Projekte nicht realisieren. Dafür spreche ich der Staatsregierung und insbesondere Staatsminister Christian Bernreiter und dem Team des Bauministeriums meinen ganz besonderen Dank aus. Ebenso danke ich dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und namentlich Staatsminister Markus Blume, denn auch sein Haus hat uns mit einer bedeutenden finanziellen Förderung unterstützt, speziell beim Neubau in der Avenariusstraße in Nürnberg. Ich wünsche mir, dass diese Unterstützung – sowohl hinsichtlich der Bewilligung der Förderung wie auch der Auszahlung der Fördermittel – nicht nachlässt, denn nur dann können wir als Studierendenwerk weiter so dynamisch bauen. Bedarf für Neubauten und Sanierungen gibt es in unserem Betreuungsbereich noch reichlich, wir möchten zum Beispiel so bald wie möglich die Generalsanierung unserer großen Wohnanlage St. Peter in Nürnberg in Angriff nehmen.“





